Andreas S. Hennig

Der Arbeitskreis Schmuckschildkröten der DGHT-AG Schildkröten stellt sich vor

Schmuckschildkröten stellen eine ebenso spannende wie reizvolle Gruppe dar, deren Haltung und vor allem Zucht bisher nicht von vielen Liebhabern verfolgt wird. Schildkröten wie Ihnen haftet der „Anfängerstatus“ an, weil einige wenige Arten als Standardangebot regelmäßig im Zoohandel auftauchen. Langjährige Schildkrötenhalter beschäftigen sich daher fast ausschließlich mit anderen Arten und vernachlässigen die interessanten Vertreter der Schmuck- (Pseudemys und Trachemys), Zier- (Chrysemys) sowie Höckerschildkröten (Graptemys). Eine gezielte und kontinuierliche Fortpflanzung der betroffenen Arten erfolgt in Europa relativ selten.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Schmuckschildkröten haben es sich zur Aufgabe gestellt, die Haltung der von ihnen gehaltenen Arten bzw. Unterarten dahingehend zu optimieren, dass durch regelmäßige Nachzucht der Bestand in Privathand erhalten und je nach Art ausgebaut werden. Konkret sind geplant und wurden zum Teil schon realisiert:

- Bestandserfassung der im AK gehaltenen Tiere

- Realisierung von Zuchtprogrammen

- Koordination von Zuchtgruppen und gezieltes Zusammenführen von Einzeltieren

- Einrichtung und Führung von Zuchtbüchern

- Sammeln von Daten zur Fortpflanzungsbiologie

- Auswertung von Freilandbeobachtungen und ihre Einflußnahme auf die Haltung

- Publikation der gewonnenen Erkenntnisse

- Entwicklung von Infoblättern über Schmuckschildkröten für Zoofachgeschäfte

In der Arbeit des AKs erwies es sich als glücklicher Umstand, dass alle Mitglieder über einen Internetanschluss und eine eigene E-Mail-Adresse verfügen. So wurde zum besseren Informationsfluss eine interne Mailingliste eingerichtet. Sie ist aus Datenschutzgründen nicht für Außenstehende einsehbar und dient ausschließlich der effektiven Arbeit des Arbeitskreises; sie ermöglicht einen direkten und schnellen Kommunikationsweg zwischen allen Beteiligten.

Auch einige der im Arbeitskreis behandelten Schildkröten sind in ihrem Verbreitungsgebiet gefährdet, beispielsweise durch Lebensraumzerstörung. So werden auf Dauer nicht alle Arten uneingeschränkt für die Wildtierhaltung zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist es, auch diese Schildkröten weiterhin in Liebhaberbeständen zu halten und auf dem Weg einer optimalen Haltung kontinuierlich fortzupflanzen. Eine Aufgabe, der sich auch andere Interessierte stellen und als Mitglied der AG Schildkröten durch ihre Mitarbeit im Arbeitskreis Schmuckschildkröten realisieren können. Natürlich sind auch Kontakte zu anderen interessierten Schildkrötenhaltern mit diesem Interessensgebiet gern gesehen. Wer ernsthaft an Chrysemys, Graptemys, Pseudemys und/oder Trachemys interessiert ist, kann sich über die Homepage der AG Schildkröten an den Arbeitskreis wenden.

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